Verein der vereidigten Dolmetscher und Übersetzer in Hamburg e.V.

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fax: +49-40 - 8 22 30 97
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Herzlich willkommen beim

Verein der vereidigten Dolmetscher und Übersetzer in Hamburg e.V.

Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, die Interessen der in Hamburg vereidigten Dolmetscher*innen und Übersetzer*innen zu vertreten. Er besteht seit 1981 und hat seinen Sitz in Hamburg. Mitglied können alle in Hamburg öffentlich bestellten und vereidigten Dolmetscher*innen werden.
Der Verein ist Mitglied des Bundesforum Justizdolmetscher und -übersetzer: >>> www.bfj-dü.de

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Bitte übersenden Sie uns keine wichtigen Dokumente, wie z.B. Pässe, im Original! Eine gut lesbare Kopie ist ausreichend.



Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Landesjustizgesetzes in SH und anderer Gesetze vom 18.07.2021 VVDÜ:

Obwohl unser Verband die Interessen der in Hamburg vereidigten Kolleginnen und Kollegen vertritt, haben wir unsere Stellungnahme zu der unerfreulichen Gesetzesnovellierung zur Beeidigung der Übersetzer:innen nun doch auch an die zuständigen Behörden in Schleswig-Holstein geschickt. Diese Entscheidung beruht zum Einen auf der Überlegung, dass einige von uns ja auch dort vereidigt sind. Andererseits ist Schleswig-Holstein das erste Bundesland, das einen Entwurf zu diesem Thema verfasst hat, und daher erscheint es sinnvoll, uns beizeiten in diese 'vorderste Front' einzureihen.
>>> Stellungnahme des VVDUE SH vom 18.7.2021 - PDF



Pressemitteilung

Aus gegebenem Anlass, nämlich der bevorstehenden endgültigen Verabschiedung des Gerichtsdolmetschergesetzes (GDolmG) noch vor Ende der laufenden Legislatur hatte der Vorstand des VVDÜ e.V. am 11.05.2021 Bundestagsabgeordnete und Mitglieder des Rechtsausschusses aller Parteien (bis auf AfD) zu einem Zoom-Meeting eingeladen. Unser Ziel war und ist, der Legislative zum wiederholten Male die Auswirkungen dieser Novellierung auf die Berufsträger:innen vor Augen zu führen.
Seit 2019 hat das Bundesforum der Justizdolmetscher und -übersetzer, zu dessen Mitgliedern auch der VVDÜ Hamburg gehört, mehrfach umfangreiche und detaillierte Stellungnahmen (10/2019;11/2020) abgegeben und versucht, durch gezielte Vorschläge und Empfehlungen (11/2019;10/2020) sowie orderungskataloge (03/2019; 02/2020) die Informationsdefizite zu beheben, die der Gesetzentwurf nach wie vor in eklatanter Weise offenbart. Das Thema der Vergütung ist ja inzwischen bedauerlicherweise schon 'neu geregelt' worden, ohne dass die Erhöhung der 'Entschädigungs'-Sätze den Realverlust durch die Inflation über den immensen Zeitraum auch nur ansatzweise kompensieren würde: die Erhöhung blieb sogar noch hinter dem Referentenentwurf zurück. Unsere Sorge galt also -nicht ausschließlich aber insbesondere- dem Bestands- und Vertrauensschutz, der durch die Aufhebung der bestehenden Vereidigungen ab 2024 nicht mehr gegeben wäre.
Zur Einstimmung und Auffrischung der Sachkunde waren die hierfür notwendigen Informationen den eingeladenen Parlamentariern nochmals übermittelt worden, zusammen mit einer PPT-Präsentation zur Strukturierung des Gesprächs, Zusammenfassung unserer Standpunkte und Veranschaulichung der absehbaren Gefährdung unseres Berufsstands. Im Ergebnis bewerten wir das Meeting (09.30 Uhr bis 11.00 Uhr) als 'Teilerfolg' in dem Sinne, dass uns die offene Atmosphäre positiv überrascht hat; unsere Auffassungen stießen nahezu durchgehend auf großes Verständnis, auch wenn uns der Vertreter einer der langjährigen und nicht etwa nur kurzfristig an der Ausgestaltung dieses Gesetzes beteiligten Koalitionspartner wenig Hoffnung darauf machen konnte, dass all unsere Wünsche bei der anstehenden Beschlussfassung noch umfassend Berücksichtigung finden würden. Immerhin herrschte Einigkeit darüber, dass der Aufwand für Neu-Vereidigungen der qualifizierten und bewährten Kollegen und Kolleginnen weder logisch noch gerechtfertigt sein würde. Gleiches galt für die Vereinheitlichung der Parameter zur Vereidigung/Beeidigung/Ermächtigung et alt.) Da sich ab Herbst einiges am Regierungsszenario ändern dürfte, sind wir froh darüber, bei den Parteien auf so viel Verständnis und Akzeptanz gestoßen zu sein.
Allerdings ist es nach so vielen Jahrzehnten engagierter Vereins- und Gremienarbeit überraschend, wie viel Aufwand immer noch erforderlich ist, um das Bewusstsein für notwendige Qualifizierung sowie die Anerkennung bestehender Qualifikation in unseren Berufen zu bilden und zu erweitern.
>>> Pressemitteilung VVDÜ 12.05.2021 - PDF

Durch die Krise nur gemeinsam Durch die Krise nur gemeinsam

3. November 2020

GEMEINSAMER APPELL
Mehr Mitsprache und Unterstützung für Solo-Selbständige und Freiberufler

Mehr als 2,3 Millionen Menschen sind in Deutschland als Solo-Selbständige und Freiberufler tätig. Allein die Freiberufler unter ihnen erwirtschafteten 2015 Einkünfte in Höhe von 77,7 Milliarden Euro. Doch beim heutigen Spitzentreffen der Bundeskanzlerin mit Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbänden sind Vertreter*innen von Selbständigen oder von Kunst- und Kultur erneut nicht eingeladen. Das muss sich dringend ändern. Denn hier geht es nicht um Zahlen. Es geht um Betreiber*innen von Läden und Cafés, die unsere Innenstädte vielfältig machen, Gründer*innen die wirtschaftlich für neue Ideen und Innovationen sorgen, Kunst- und Kulturschaffende, die uns täglich neue Denkanstöße oder Erlebnisräume eröffnen und viele mehr. Um eine Gruppe Menschen, die zusammen mehr zu Schaffung von Arbeitsplätzen, zum Steueraufkommen oder BIP beiträgt, als es die Bundesregierung wahrzunehmen scheint. Seit März herrscht bei den meisten Betroffenen Dauerkrise. Viele haben Umsatzeinbußen hinnehmen müssen, die wirtschaftliche Existenz auf Messers Schneide stellt. Nun drohen die aktuellen Maßnahmen - die dem Gesundheitsschutz der gesamten Gesellschaft dienen - finanziell den meisten das Genick zu brechen. Denn die aktuellen Hilfsprogramme halten ihr Versprechen nicht. Sie kommen bei denen, die dringend auf Unterstützung angewiesen sind gar nicht oder viel zu wenig an. Hohe bürokratische Hürden verschließen den Zugang zu Überbrückungshilfen und der so wichtige Unternehmerlohn wird vom Finanzministerium und Olaf Scholz weiter blockiert. Dabei würde ein solcher Unternehmerlohn verhindern, dass vielerorts die Altersrücklage aufgelöst oder Ausgaben für die Generierung neuer Aufträge eingestellt werden müssen. Wenn jedoch nicht schnell gehandelt wird, geht nicht nur wirtschaftlich sondern auch gesellschaftlich und kulturell etwas unwiederbringlich verloren.
Soweit dürfen wir es nicht kommen lassen. Deswegen fordern wir die Bundesregierung auf:
1. Die Belange der Solo-Selbständigen und Freiberufler endlich ernst zu nehmen und sie auch auf höchster Ebene gleichberechtigt mit anderen Wirtschaftsverbänden bei der Ausgestaltung und Nachbesserung von Hilfsprogrammen zu konsultieren
2. Die bestehenden Überbrückungshilfen nicht erst im Januar sondern unverzüglich zu entbürokratisieren und diese wie auch die Notfallhilfen für mehr Betroffene zugänglich zu machen.
3. Den Weg für einen Unternehmerlohn endlich frei zu machen. Betroffenen damit Unterstützung bei den Kosten ihres Lebensunterhalts zukommen zu lassen und drohende Altersarmut zu verhindern.

Katrin Göring-Eckardt, Claudia Müller, Claudia Roth, Erhard Grundl

N. Dalügge-Momme, M.A.
Vorstandsvorsitzende des VVDÜ

Ilka C. Krüger
Stellvertretende Vorsitzende

Appell Soloselbstständige.pdf


Virus

Sehr geehrte Damen und Herren,
in dieser aufgeregten Ausnahmezeit, die nahezu unterschiedslos sämtliche Berufsgruppen erfasst, galt die mediale Aufmerksamkeit zunächst der erforderlichen Unterstützung der deutschen Industrie und Wirtschaft durch 'unbegrenzte' und 'historisch beispiellose' Hilfsfonds, und - bis auf weiteres - dem Abschied von der 'Schwarzen Null'. Erst allmählich und deutlich nachrangig erinnert man sich inzwischen auch der doch immerhin zum wirtschaftlich bedeutsamen Mittelstand zählenden und zum Steueraufkommen erheblich beitragenden Freiberufler*innen, Selbstständigen, Kleinunternehmer*innen sowie Einpersonengesellschaften, wie z.B. Künstler*innen, Gastronomen, Taxifahrer*innen etc. Da unser Berufsstand der zumeist freiberuflich/selbstständig arbeitenden Übersetzer*innen und Dolmetscher*innen zwar dazu gehört, bislang aber keine Erwähnung wert war, erlauben wir uns heute, darauf hinzuweisen, dass die wirtschaftlichen Konsequenzen des ruhenden Geschäftsverkehrs auch uns ganz unmittelbar treffen. Unser Verein, der VVDÜ e.V., vertritt zuerst die Interessen der Vereidigten Übersetzer*innen und Dolmetscher*innen in Hamburg. Wir leisten mit unserer Arbeit, besonders im Bereich der Justiz, einen wichtigen Beitrag zur Wahrung der Menschenrechte und des Prinzips der Gleichbehandlung, indem wir Menschen anderer Sprache und Kulturen Gehör verschaffen und eine Stimme geben. Wir arbeiten für alle Behörden, die Straf- und Zivilgerichte und andere öffentliche Institutionen (Polizei, Zoll, Staatsanwaltschaft, Ortsämter, u.ä.) sowie Konsulate, Anwaltskanzleien und Notariate, bei denen für eine noch nicht absehbare Zeit Verfahren, Anhörungen, Klienten- und Mandantenverkehr ruhen.
Die wenigsten unserer Kollegen können auf finanzielle Rücklagen zurückgreifen, die die laufenden Kosten über Monate decken. Das ist auch darum kaum möglich, weil schon in 'normalen Zeiten' die Rechnungen an Kund*innen der öffentlichen Hand selten innerhalb der gem. BGB vorgegebenen Fristen gezahlt werden.
Natürlich stellt sich nun auch für uns die Frage nach dem direkten Weg zu konkreter Hilfe. Werden wir bei Stundungen von Steuervorausleistungen berücksichtigt? Werden wir Zugang zu zinslosen Krediten haben, wenn wir über einen längeren Zeitraum keine Aufträge der genannten öffentlichen Institutionen bekommen?
Selbstverständlich stehen die Unterzeichnerinnen für Rückfragen und Interviews zur Verfügung.
gez. Natascha Dalügge-Momme, Vorstandsvorsitzende
gez. Ilka C. Krüger, Stellvertretende Vorsitzende